Arbeiten im Freien im Sommer: UV-Schutz, FSME & Hitzeschutz für Beschäftigte

Blogbeitrag zu UV-Schutz, FSME und Hitzeschutz bei Arbeiten im Freien im Sommer

Arbeiten im Freien : UV-Schutz, FSME-Impfung und Hitzeschutz für Beschäftigte

Arbeiten im Freien im Sommer stellt Beschäftigte vor besondere gesundheitliche Herausforderungen. UV-Strahlung, Hitze und Zecken können die Gesundheit nachhaltig beeinträchtigen. Mit geeigneten Schutzmaßnahmen wie UV-Schutz, FSME-Impfung und Hitzeschutz lassen sich Risiken wirksam minimieren.


Welche Gesundheitsrisiken bestehen?

Beschäftigte, die regelmäßig im Freien arbeiten, sind im Sommer besonderen Belastungen ausgesetzt. Dazu zählen vor allem:

  • Hohe UV-Strahlung
  • Extreme Hitze und Flüssigkeitsverlust
  • Zeckenstiche mit Risiko für FSME und Borreliose
  • Erhöhte körperliche Belastung
  • Höheres Unfallrisiko durch Erschöpfung

Besonders betroffen sind Beschäftigte im:

  • Baugewerbe
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Landwirtschaft und Forstwirtschaft
  • Straßen- und Tiefbau
  • Kommunalen Dienst
  • Außendienst und Zustellung

Ein wirksamer Arbeitsschutz schützt nicht nur die Gesundheit der Beschäftigten, sondern trägt auch zur Reduzierung von Ausfallzeiten und Berufskrankheiten bei.


UV-Schutz am Arbeitsplatz: Warum Sonnenschutz im Beruf unverzichtbar ist

Natürliche UV-Strahlung zählt zu den häufigsten gesundheitlichen Risiken bei Tätigkeiten im Freien. Langjährige Sonnenexposition kann zu Hautalterung, Augenschäden und Hautkrebs führen. Bestimmte Formen des Hautkrebses durch natürliche UV-Strahlung sind in Deutschland als Berufskrankheit anerkannt.

Folgen einer übermäßigen UV-Belastung

  • Sonnenbrand
  • Vorzeitige Hautalterung
  • Augenschäden
  • Weißer Hautkrebs
  • Schwarzer Hautkrebs

Maßnahmen für wirksamen UV-Schutz am Arbeitsplatz

Technische Maßnahmen

  • Bereitstellung von Sonnensegeln und Schattenspendern
  • UV-Schutz an Fahrzeugen und Maschinen
  • Nutzung überdachter Arbeitsbereiche

Organisatorische Maßnahmen

  • Arbeitszeiten in die Morgenstunden verlegen
  • Direkte Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 16 Uhr möglichst vermeiden
  • Regelmäßige Pausen im Schatten einplanen

Persönliche Schutzmaßnahmen

  • UV-schützende Arbeitskleidung mit langen Ärmeln tragen
  • Kopfbedeckung mit Nackenschutz verwenden
  • UV-Schutzbrille tragen
  • Sonnenschutzmittel mit LSF 30 oder LSF 50+ regelmäßig auftragen

Wichtig: Sonnenschutzcreme ergänzt Schutzkleidung – sie ersetzt diese nicht.


FSME-Impfung für Beschäftigte: Schutz vor Zecken und Infektionskrankheiten

Wer beruflich im Grünen tätig ist, hat ein erhöhtes Risiko für Zeckenstiche. Zecken können verschiedene Krankheitserreger übertragen.

Wichtige durch Zecken übertragene Erkrankungen

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

FSME ist eine Virusinfektion, die das zentrale Nervensystem befallen kann. Eine Schutzimpfung ist verfügbar und wird für Personen empfohlen, die sich regelmäßig in FSME-Risikogebieten aufhalten.

Borreliose

Borreliose wird durch Bakterien übertragen und kann Haut, Gelenke sowie das Nervensystem betreffen. Gegen Borreliose steht derzeit keine Schutzimpfung zur Verfügung.

Für wen ist die FSME-Impfung besonders sinnvoll?

Die FSME-Impfung wird insbesondere empfohlen für Beschäftigte in:

  • Forstwirtschaft
  • Landwirtschaft
  • Garten- und Landschaftsbau
  • Kommunalen Grünflächenämtern
  • Außendiensttätigkeiten in Risikogebieten

Arbeitgeber sollten im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung prüfen, ob eine Impfempfehlung für Beschäftigte besteht.

Zeckenschutz bei Arbeiten im Freien

  • Lange Kleidung und geschlossene Schuhe tragen
  • Hosenbeine in die Socken stecken
  • Repellents verwenden
  • Körper nach der Arbeit absuchen
  • Zecken schnell und sachgerecht entfernen

Hitzeschutz am Arbeitsplatz: Risiken durch hohe Temperaturen vermeiden

Steigende Temperaturen erhöhen die Belastung für Beschäftigte im Freien erheblich. Hitze kann Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen und das Unfallrisiko erhöhen.

Mögliche Folgen von Hitzebelastung

  • Dehydrierung
  • Erschöpfung
  • Hitzekrämpfe
  • Kreislaufprobleme
  • Hitzschlag

Maßnahmen für wirksamen Hitzeschutz

✅ Ausreichend trinken (Wasser oder ungesüßte Getränke)
✅ Regelmäßige Trinkpausen einplanen
✅ Leichte und atmungsaktive Schutzkleidung tragen
✅ Schwere Arbeiten in kühlere Tageszeiten verlegen
✅ Beschäftigte zu Hitzerisiken unterweisen

Warnzeichen eines Hitzschlags

  • Hohe Körpertemperatur
  • Schwindel oder Verwirrtheit
  • Übelkeit
  • Heiße, trockene Haut
  • Bewusstseinsstörungen

Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall und erfordert sofortige Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie die Alarmierung des Rettungsdienstes.


Checkliste: Sicheres Arbeiten im Freien im Sommer

☐ UV-Schutzkleidung vorhanden
☐ Kopfbedeckung mit Nackenschutz getragen
☐ Sonnenschutzmittel (LSF 30–50+) verfügbar
☐ Ausreichend Getränke bereitgestellt
☐ Schattenplätze eingerichtet
☐ Arbeitszeiten an Hitze angepasst
☐ FSME-Impfstatus geprüft
☐ Zeckenschutz angewendet
☐ Erste-Hilfe-Maßnahmen bekannt


Fazit: Gesundheitsschutz beim Arbeiten im Freien beginnt mit Prävention

Arbeiten im Freien im Sommer erfordert wirksame Maßnahmen zum UV-Schutz, Hitzeschutz und Zeckenschutz. Arbeitgeber und Beschäftigte tragen gemeinsam Verantwortung für einen sicheren Arbeitsplatz. Durch geeignete Präventionsmaßnahmen, arbeitsmedizinische Vorsorge und einen aktuellen Impfstatus lassen sich gesundheitliche Risiken nachhaltig reduzieren.

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Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum UV-Schutz, zur FSME-Impfung und zum Arbeiten im Freien finden Sie bei folgenden Institutionen: