G27 Vorsorge Hannover: Arbeitsmedizinische Untersuchung bei Isocyanaten und Gefahrstoffen
Die G27 Vorsorge ist die arbeitsmedizinische Untersuchung für Beschäftigte, die mit Isocyanaten,
Gefahrstoffen oder anderen atemwegsbelastenden Stoffen arbeiten oder regelmäßig Atemschutzgeräte tragen.
Das Betriebsmedizinische Zentrum Hannover führt die G27 Vorsorge für Unternehmen jeder Größe
in Hannover und der Region durch, inklusive betriebsärztlicher Beratung, Gefährdungsbeurteilung und
individuellem Atemschutzkonzept. Ziel der Vorsorge ist es, gesundheitliche Belastungen frühzeitig zu erkennen
und Beschäftigte langfristig gesund und leistungsfähig zu halten, bevor Beschwerden entstehen.
Gerade in Berufen mit regelmäßigem Kontakt zu Isocyanaten, Lösemitteln oder Staub ist eine gut organisierte
betriebsärztliche Betreuung entscheidend für einen sicheren Arbeitsalltag. Unternehmen profitieren dabei nicht
nur von der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben, sondern auch von geringeren Ausfallzeiten und einer nachhaltigen
Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen.
Kurz zusammengefasst:
- Pflichtvorsorge/Angebotsvorsorge je nach Gefährdungsbeurteilung des Arbeitgebers
- Untersuchungsdauer: 20–45 Minuten
- Sammeltermine für mehrere Mitarbeitende möglich
- Kurzfristige Termine nach Verfügbarkeit
📞 Termin vereinbaren: 0511-89906714
📧 E-Mail: betriebsmedizin@praxis-dr-bormann.de
Was ist die G27 Vorsorge?
Die G27 Vorsorge ist eine arbeitsmedizinische Untersuchung für Tätigkeiten mit Atemschutzgeräten. Sie beurteilt,
ob Beschäftigte gesundheitlich für den Einsatz von Atemschutz geeignet sind, und hilft dabei, gesundheitliche
Belastungen frühzeitig zu erkennen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Herz, Kreislauf und Lunge den
zusätzlichen körperlichen Anforderungen gewachsen sind, die das Tragen von Atemschutzmasken oder Filtergeräten
mit sich bringt.
Typische Auslöser für eine G27 Vorsorge sind Arbeiten mit Isocyanaten, etwa in Lacken,
Beschichtungen, Klebstoffen, PU-Schäumen oder bestimmten Kunststoffen, sowie andere Tätigkeiten mit Staub,
Rauch, Gasen oder Dämpfen. Auch Tätigkeiten, bei denen aus betrieblichen oder baulichen Gründen dauerhaft
Atemschutz getragen werden muss, etwa bei beengten Platzverhältnissen oder in kontaminierten Bereichen,
fallen häufig unter diese Vorsorge.
Rechtliche Grundlage der G27 Vorsorge
Grundlage der arbeitsmedizinischen Vorsorge ist die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV)
in Verbindung mit den berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen für arbeitsmedizinische Untersuchungen. Der
Arbeitgeber ist verpflichtet, im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu prüfen, ob eine Pflichtvorsorge, eine
Angebotsvorsorge oder eine Wunschvorsorge erforderlich ist.
Bei besonders intensiven Belastungen, etwa bei regelmäßigem und langandauerndem Tragen von Atemschutzgeräten
der Gruppe 2 oder 3, handelt es sich in der Regel um eine Pflichtvorsorge, die vor Aufnahme der Tätigkeit
erfolgen muss und danach in festgelegten Abständen wiederholt wird.
Für wen ist die G27 Vorsorge relevant?
Die G27 Vorsorge betrifft vor allem Beschäftigte in der Feuerwehr, in der Industrie und in Chemiebetrieben,
im Baugewerbe und Handwerk, in Entsorgungsbetrieben, in der Metallverarbeitung und Fahrzeuglackierung, in
der Kunststoffverarbeitung sowie in staubbelasteten Arbeitsbereichen und bei Tätigkeiten mit Atemschutzmasken
oder Filtergeräten. Auch in der Landwirtschaft, im Rettungsdienst oder bei Arbeiten mit Asbest und
Mineralfasern kann eine G27 Vorsorge erforderlich werden, wenn Atemschutz zum festen Bestandteil der
Tätigkeit gehört.
Grundlage für die Notwendigkeit ist immer die Gefährdungsbeurteilung des Arbeitgebers, die berücksichtigt,
welche Stoffe in welcher Konzentration und Dauer auftreten und welche technischen, organisatorischen und
persönlichen Schutzmaßnahmen bereits umgesetzt sind.
Isocyanate am Arbeitsplatz: Warum Vorsorge wichtig ist
Isocyanate sind chemische Stoffe, die in Lacken, Beschichtungen, Klebstoffen, Schäumen und Kunststoffen
eingesetzt werden. Bei der Verarbeitung, etwa beim Spritzlackieren, Aufschäumen oder Aushärten, können
Dämpfe oder Aerosole entstehen, die die Atemwege reizen können. Mögliche Beschwerden reichen von Reizungen
der Augen und Atemwege über Husten und Atembeschwerden bis hin zu allergischen Reaktionen, die sich in
manchen Fällen auch als berufsbedingtes Asthma entwickeln können.
Besonders relevant ist, dass sich eine Sensibilisierung gegenüber Isocyanaten über Zeit aufbauen kann,
sodass auch geringe Konzentrationen bei bereits sensibilisierten Personen zu deutlichen Beschwerden führen
können. Deshalb ist neben technischen Schutzmaßnahmen auch die regelmäßige arbeitsmedizinische Vorsorge ein
wichtiger Baustein, um erste Anzeichen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten.
Wichtige Schutzmaßnahmen bei Isocyanaten
- Geeigneter Atemschutz
- Persönliche Schutzausrüstung
- Ausreichende Belüftung der Arbeitsbereiche
- Sichere und dokumentierte Arbeitsverfahren
- Regelmäßige arbeitsmedizinische Beratung und Vorsorge, individuell auf die Tätigkeit abgestimmt
Ablauf der G27 Untersuchung
Die G27 Untersuchung beginnt mit einem ausführlichen Anamnesegespräch zur beruflichen Tätigkeit, zur
Arbeitsumgebung und zu möglichen bereits vorhandenen Beschwerden. Anschließend folgt eine körperliche
Untersuchung, bei der unter anderem Herz, Lunge und Kreislauf beurteilt werden. Eine Lungenfunktionsprüfung,
die sogenannte Spirometrie, gibt Aufschluss über die Leistungsfähigkeit der Atemwege und ist ein zentraler
Bestandteil der Vorsorge.
Je nach Tätigkeit und Belastung kann zusätzlich eine Belastungsuntersuchung mit Herz-Kreislauf-Beurteilung
durchgeführt werden, um die körperliche Eignung für das Tragen von Atemschutzgeräten unter realistischen
Bedingungen einzuschätzen. Im Anschluss erfolgt eine arbeitsmedizinische Beratung zu Schutzmaßnahmen und
Prävention sowie ein persönliches Abschlussgespräch mit dem Betriebsarzt, in dem die Ergebnisse besprochen
und offene Fragen geklärt werden.
Die gesamte Untersuchung dauert in der Regel zwischen 20 und 45 Minuten, abhängig davon, welche
Untersuchungsschritte im Einzelfall erforderlich sind.
G27 Vorsorge für Unternehmen in Hannover
Das Betriebsmedizinische Zentrum Hannover betreut kleine, mittelständische und große Unternehmen in allen
Bereichen der Arbeitsmedizin, unter anderem bei arbeitsmedizinischer Vorsorge wie G27, G42 und G20, bei
betriebsärztlicher Betreuung, Atemschutzberatung, Arbeitsschutz und Präventionsmaßnahmen, Gefährdungsbeurteilungen
sowie beim Gesundheitsschutz im Betrieb insgesamt.
Unternehmen können Sammeltermine für mehrere Beschäftigte vereinbaren, sodass Untersuchungen effizient und
mit möglichst geringer Unterbrechung des Betriebsablaufs organisiert werden können. Kurzfristige Termine
sind nach Verfügbarkeit ebenfalls möglich, etwa wenn neue Mitarbeitende kurzfristig eine Tätigkeit mit
Atemschutz aufnehmen.
Häufige Fragen zur G27 Vorsorge
Ist die G27 Vorsorge Pflicht?
Ob eine G27 Vorsorge erforderlich ist, hängt von Tätigkeit, Arbeitsplatz und der Gefährdungsbeurteilung des Arbeitgebers ab. Bei intensiven Belastungen, etwa regelmäßigem Tragen von Atemschutzgeräten der Gruppe 2 oder 3, handelt es sich in der Regel um eine Pflichtvorsorge.
Ist die G27 eine Pflichtuntersuchung?
Die G27 wird umgangssprachlich häufig als „Untersuchung“ bezeichnet. Rechtlich korrekt handelt es sich seit der Reform der ArbMedVV jedoch um eine arbeitsmedizinische Vorsorge. Sie umfasst ein ärztliches Beratungsgespräch mit Anamnese; körperliche oder klinische Untersuchungen sind nur ein optionaler Bestandteil, den Beschäftigte ablehnen dürfen, ohne dass ihnen daraus rechtliche Nachteile entstehen. Bei Tätigkeiten mit Isocyanaten, bei denen eine Gesundheitsgefährdung durch Exposition nicht ausgeschlossen werden kann, zählt die G27 je nach Gefährdungsbeurteilung zur Pflicht- oder Angebotsvorsorge.
Welche Tätigkeiten benötigen eine G27 Vorsorge?
Dazu zählen unter anderem Lackierarbeiten, Kunststoffverarbeitung, Arbeiten mit PU-Schäumen, Tätigkeiten in Chemiebetrieben, in der Feuerwehr sowie Arbeiten in staub- oder dampfbelasteten Bereichen.
Welche gesundheitlichen Risiken bestehen bei Isocyanaten?
Isocyanate können die Atemwege reizen. Mögliche Folgen sind Reizungen der Atemwege, Husten, Atembeschwerden oder allergische Reaktionen bis hin zu berufsbedingtem Asthma bei bestehender Sensibilisierung.
Wie lange dauert der Untersuchungstermin?
In der Regel zwischen 20 und 45 Minuten, abhängig von den im Einzelfall erforderlichen Untersuchungsschritten.
Können Unternehmen mehrere Mitarbeitende gleichzeitig anmelden?
Ja, Unternehmen können Sammeltermine für mehrere Beschäftigte vereinbaren, um Untersuchungen effizient zu organisieren.
Gibt es kurzfristige Termine?
Kurzfristige Termine sind nach Verfügbarkeit möglich, etwa wenn neue Mitarbeitende kurzfristig eine Tätigkeit mit Atemschutz aufnehmen.
Jetzt Termin für die G27 Vorsorge vereinbaren
Das Betriebsmedizinische Zentrum Hannover unterstützt Unternehmen und Beschäftigte bei arbeitsmedizinischer
Vorsorge, Atemschutzberatung und Untersuchungen für Tätigkeiten mit Atemschutzgeräten.
Telefon: 0511-89906714
Weiterführende Informationen
- G42 Vorsorge – Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung
- G20 Vorsorge
- Übersicht aller Vorsorgeuntersuchungen nach ArbMedVV
